Schwank- und Lügengeschichten lesen und verstehen

Eine Lügengeschichte kennenlernen

Lies mal die folgende Geschichte:

Schwank- und Lügengeschichten lesen und verstehen

Das eingefrorene Posthorn

nach Gottfried August Bürger

Seid ihr eine längere Reise schon mal angetreten?
Ich bevorzuge dafür die Postkutsche, da sie das Reisen so bequem macht. Eines Tages wollte ich aus der warmen Türkei zurück ins kalte Deutschland reisen.
Die Entscheidung hatte ich wirklich gut getroffen, denn je näher wir nach Hause kamen, um so kälter wurde es. Als wir meiner Heimatstadt immer näher kamen, bat ich den Kutscher in sein Horn zu stoßen. Doch so kräftig er auch blies, es tat sich nichts. Kein einziger Ton war zu hören. Dann eben nicht, dachte ich und lud den Kutscher zu einem kräftigen Mittagessen ein. Der nahm dankend an und hängte sein Horn in der Nähe des Küchenfeuers auf. Kaum hatten wir mit dem Essen begonnen, da posaunte das Horn plötzlich die schönsten Melodien.


Unglaublich, was einer der berühmtesten Helden von Lügengeschichten erlebt hat …
Schon immer haben sich Menschen unglaubliche Dinge erzählt. Die berühmtesten Abenteuer- und Reisegeschichten sind die des Barons von Münchhausen, erzählt von Gottfried August Bürger.

Auch Lügengeschichten bestehen aus einer Reihe von Merkmalen:

Merkmale von Lügengeschichten

  • Lügengeschichten wollen unterhalten.
  • In den meisten Lügengeschichten gibt es einen Ich-Erzähler, der vorgibt, die Ereignisse selbst erlebt zu haben.
  • Lügengeschichten wirken unterhaltsam durch die Verwendung von Übertreibungen und Fantasienamen.

Der Fachbegriff für dieses Stilmittel lautet „Hyperbel“. Hierbei wird bis an die Grenzen der Glaubwürdigkeit übertrieben.

  • Die Zuhörer werden oft direkt angesprochen.
  • Um die Lüge glaubhaft zu machen, beschreibt der Erzähler ganz genau die Einzelheiten und Orte, die es wirklich gibt.

In Lügengeschichten gibt ein Ich-Erzähler vor, etwas wirklich erlebt zu haben. Die Einzelheiten werden übertrieben dargestellt.

 

Das Schema von Lügengeschichten

Eine Lügengeschichte ist oft nach einem bestimmten Schema aufgebaut:

  • Einleitung:
    Der Erzähler stellt sich vor und betont, dass er die Wahrheit sagt.
  • Hauptteil:
    Die Lügen reihen sich aneinander wie Perlen an einer Kette (Lügenkette). Oft steigern sich die Lügen. Dadurch steigt die Spannung.
  • Schluss:
    Die Wahrheit der Geschichte wird noch einmal beteuert.

Schwank- und Lügengeschichten lesen und verstehen

Lügengeschichten zeichnen sich dadurch aus, dass vorgegeben wird, dass alles Erzählte wahr ist. Der Hauptteil besteht aus einer Kette von Lügen, die gesteigert werden.

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Eine Lügengeschichte untersuchen

Um eine Lügengeschichte zu untersuchen, musst du auf Folgendes achten:

  • Gib den Inhalt kurz und mit eigenen Worten wieder.
  • Achte dabei auf die Reihenfolge der Handlungsschritte.
  • Nenne mindestens zwei Textstellen, die wahr sein könnten.
  • Nenne mindestens zwei Textstellen, die gelogen sind.

  • Finde die typischen Merkmale einer Lügengeschichte und belege sie möglichst mit Textstellen.

Nenne bei der Untersuchung zwei Textstellen, die wahr sein könnten, und zwei, die gelogen sind.



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