Konjunktiv – Bildung und Funktion

Konjunktiv I

Ganz unbekannt ist dir der Konjunktiv I nun nicht, denn du hast ihn bereits beim Gebrauch der indirekten Rede kennengelernt.

Der Konjunktiv I wird zudem auch für Wünsche, Aufforderungen und Ausrufe verwendet.

Wunsch: Ruhet in Frieden.
Aufforderung: Man nehme eine Prise Salz.
Ausruf: Sie lebe hoch.
Indirekte Rede: Er fragt, ob sie komme.

Konjunktiv 1 - Bildung und Funktion beherrschen

Bildung des Konjunktiv I

Du bildest den Konjunktiv I, indem du an den Präsensstamm des Verbs folgende Endungen anhängst:

-e

(1. + 3. Pers. Sg.)  ich komme,
      er/ sie /es komme

-est

(2. Pers. Sg.)     du kommest

-en

(1.+3. Pers.Pl.)     wir kommen
          sie kommen

-et

(2.Pers.Pl.)       ihr kommet

Präsens, Perfekt und Futur

Der Konjunktiv I kann im Perfekt, Präsens und Futur stehen und wird häufig in festen Wendungen, Anleitungen oder Anweisungstexten verwendet.

Konjunktiv I Präsens Konjunktiv I Perfekt Konjunktiv I Futur
ich arbeite ich habe gearbeitet ich werde arbeiten
du arbeitest du habest gearbeitet du werdest arbeiten
er / sie / es arbeite er / sie / es habe gearbeitet er / sie / es werde arbeiten
wir arbeiten wir haben gearbeitet wir werden arbeiten
ihr arbeitet ihr habet gearbeitet ihr werdet arbeiten
sie arbeiten sie haben gearbeitet sie werden arbeiten
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Unklarheiten und Missverständnisse vermeiden

Die indirekte Rede steht meist im Konjunktiv I. Wenn aber Konjunktiv I und Indikativ gleich sind, wird Konjunktiv II oder die Ersatzform mit würde + Verb verwendet, um Unklarheiten und Missverständnissen zu vermeiden.

Beispiel:

Sie sagen, sie laufen oft. $$rarr$$ Sie sagen, sie liefen oft. Sie sagen, sie würden oft laufen.

Die indirekte Rede verwendest du beim indirekten Zitieren. Indirektes Zitieren bedeutet, dass du nur den Sinn einer Aussage wiedergibst.
Die indirekte Rede leitest du häufig mit einem dass-Satz ein.
Achte dabei auf die veränderten Pronomen und füge die Seiten- und / oder Zeilenzahl an (Übersicht: Pronomen).

Beispiel:

Wolfgang Borchert „Nachts schlafen die Ratten doch“ (Link zum Buch)

„Klar“, sagte Jürgen, und um Zeit zu gewinnen, sagte er noch: „Das ist ja ganz leicht.“ Und er sah durch die Beine des Mannes hindurch. „Dreimal neun, nicht?“, fragte er noch einmal, „siebenundzwanzig. Das wusste ich gleich.“ Jürgen erklärte, dass er damit kein Problem habe. Und nach einer Rückfrage gab er das richtige Ergebnis und betonte, er habe das gleich gewusst.


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