Sätze mit Fragepronomen und Infinitiven bilden

Sätze mit Fragepronomen

Ein direkter Fragesatz kann auch in indirekter Weise in Form eines indirekten Fragesatzes wiedergegeben werden. Dabei handelt es sich dann um Satzgefüge, bei denen Fragesätze direkt mit einem einleitenden Satz verbunden sind. Vor dem Fragepronomen wird dazu ein Komma gesetzt und die veränderliche Form des Verbs wird an das Ende des Fragesatzes gerückt.

Beispiel:

Direkter Fragesatz: Ina zu Jan: „Was findest du am Fußball eigentlich so faszinierend?“

Indirekter Fragesatz: Ina fragt Patrick , was er am Fußball eigentlich so faszinierend findet.

Sätze mit Fragepronomen und Infinitiven bilden

Kommasetzung bei Infinitivgruppen

Die Grundform eines Verbs (Infinitiv) in Verbindung mit der Präposition zu wird als „Infinitivgruppe“ bezeichnet.

In den meisten Fällen kannst du diese Infinitivgruppe durch ein Komma vom Hauptsatz abtrennen, musst das aber nicht.
Es kann aber durchaus sinnvoll sein, Kommas zu setzen, zum Beispiel

  1. wenn die Infinitivgruppen zu lang werden und der Satz unübersichtlich oder missverständlich würde
  2. wenn sie am Satzanfang stehen.

Kommas dienen der Gliederung von Sätzen und helfen so, diese übersichtlicher zu halten.

Beispiel:

Markus schaffte es(,) den ersten Platz beim Triathlon zu belegen.



  1. Ich rate dir, nicht deine Geheimnisse zu verraten. Oder: Ich rate dir nicht, deine Geheimnisse zu verraten.
  2. Zu schwimmen, ist ihr größtes Hobby.

Kommasetzung bei Infinitivgruppen

In folgenden Fällen musst du ein Komma setzen:

  1. Bei Infinitivgruppen, die mit als, anstatt, außer, ohne, statt oder um eingeleitet werden.
  2. Bei Infinitivgruppen, die sich auf ein Nomen beziehen.
  3. Bei Infinitivgruppen, die mit einem hinweisenden Wort wie es, daran, das, … angekündigt oder wiederaufgenommen werden.
  4. Erweiterte Infinitive mit zu werden auch von Nebensätzen durch Kommas abgetrennt. Sie können auch in die Nebensätze eingeschoben sein.
Beispiel:

zu Fall 1: Dieses Jahr lernt Max viel, um ein gutes Zeugnis zu bekommen.
zu Fall 2: Ich habe die Absicht, dieses Jahr ein gutes Zeugnis mit nachhause zu bringen.
zu Fall 3: Ich zweifle nicht daran, das zu schaffen.
Zu Fall 4: Am Ende war er froh, dass es ihm gelungen war, das Match zu gewinnen.

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Kommasetzung bei Infinitivgruppen

In den folgenden Fällen wird kein Komma gesetzt:

  1. Wenn das Prädikat aus dem Infinitiv + einem der Hilfsverben sein, haben oder werden gebildet wird
  2. Wenn die Infinitivgruppe von den Verben brauchen, pflegen oder scheinen abhängig ist.
Beispiel:

zu Fall 1: „Sie haben uns gar nichts zu sagen!“
zu Fall 2: Ihr braucht vor der Klassenarbeit keine Angst zu haben.



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