Fragen, bitten, auffordern

Sprache ist wichtig

Wenn Menschen miteinander reden, ist es oft eine Sache der Sprache, ob der Umgang miteinander klappt.

Häufig verfolgt man beim Sprechen immer ein bestimmtes Ziel, eine bestimmte Absicht. Dies bezeichnet man als Sprechabsicht.

In der gesprochenen Sprache erkennst du die Sprechabsicht an der Betonung, also wie jemand etwas spricht.

Fragen, bitten, auffordern

Drei wichtige Ziele beim Sprechen sind das Fragen, Bitten und Auffordern.

Höfliche Fragen

Beim Fragen möchten wir von unserem Gegenüber eine Information erhalten. Dabei erleichtern natürlich Höflichkeit und Freundlichkeit, dass wir die gewünschte Information auch bekommen.

Das ist einerseits eine Sache unserer Sprache, andererseits gibt es bestimmte Formeln, die wir verwenden können, die angenehm klingen:

Könntest du mal … Würden Sie bitte …
Wären Sie so freundlich … Wärst du so nett …

Die Frage „Hilfst du mir?“ hört sich z. B. nicht so freundlich an wie „Könntest du mir bitte mal helfen?“

Neben den sprachlichen Höflichkeitsformeln unterstützen eine freundliche Gestik und Mimik sowie die passende Stimmführung deine Fragen.

Bitten

Bitten sind mit konkreten Wünschen an unser Gegenüber verbunden. Dabei können Bitten mit verschiedenen Satzarten ausdrücken.

  • Fragesatz:
    Kannst du deine Schwester mal an das Telefon holen?
  • Aufforderungssatz mit Befehlsform:
    Hol mal deine Schwester an das Telefon!
  • Aussagesatz; Manchmal können sich Bitten auch in Aussagesätzen „verstecken“:
    Eigentlich wollte ich deine Schwester sprechen.

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Auffordern

Auffordernde (oder auch appellierende) Sätze können sprachlich unterschiedlich ausgedrückt werden, z. B. …

  1. indem du den Imperativ (die Befehlsform) verwendest:
    Nehmen Sie Rücksicht auf die anderen Besucher im Schwimmbad!

  2. indem du Aufforderungssätze mit den Verben sollen, müssen, dürfen, können bildest:
    Sie sollten sich nicht zu lange im kalten Wasser aufhalten.

  3. indem du den Adressaten direkt ansprichst, um ihn für dein Anliegen zu gewinnen:
    Bitte, Paul, ärgere deinen Bruder nicht!

  4. indem du Wörter verwendest, die deine Aussage verstärken
    ( grundsätzlich, möglichst)
    Das Springen vom Beckenrand ist grundsätzlich untersagt!

Wenn du mal oder bitte benutzt, klingen deine Fragen und Aufforderungen höflicher!

Den Imperativ bilden

Die Befehlsform wird im Deutschen sehr häufig verwendet, weil man hier mit wenigen Wörtern sagen kann, was der andere tun soll.

Aber wie wird der Imperativ gebildet?

  • Sie-Form: Gehen Sie!
Den Imperativ für Sie wird mit dem Verb im Infinitiv + Sie gebildet.


  • Du-Form: Geh(e)!
Den Imperativ für du bildet man eigentlich, indem man beim Infinitiv die Endung en entfernt. In der geschriebenen Sprache hängt man bei vielen Verben oft noch ein e an.

Besonderheiten in der Du-Form:
Die Änderung des Stammvokals von e zu i/ie gilt auch für den Imperativ: lesen → du liest → Lies!
Die Stammvokaländerung von a zu ä gilt nicht für den Imperativ.
fahren → du fährst → Fahr(e)!
Endet die Stammform im Präsens auf d/t, hängt man immer ein e an.
warten → Warte!


  • Ihr-Form: Geht!
Der Imperativ für ihr ist die veränderte Verbform der 2. Person Plural, aber ohne das Pronomen.


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