Ein Märchen nacherzählen

Ein Märchen nacherzählen

Bestimmt hast du schon einmal ein Märchen vorgelesen bekommen oder selbst gelesen? Aber wie erzählt man ein Märchen nach oder schreibt eines?

Ein Märchen nacherzählen Märchen kannst du zunächst an bestimmten Merkmalen erkennen …

Merkmale von Märchen

Es gibt ganz bestimmte Merkmale, an denen du ein Märchen erkennen kannst:

  1. Ort und Zeit sind unbestimmt:
    Es war einmal vor langer langer Zeit

  2. Figuren tragen allgemeine Bezeichnungen:
    Prinzessin, Zwerg, Königin, Prinz

  3. Figuren mit gegensätzlichen Eigenschaften stehen sich gegenüber:
    arm und reich, schön und hässlich, intelligent und dumm

  4. Magie spielt eine große Rolle:
    Tiere und Pflanzen können sprechen, es gibt magische Zahlen und Gegenstände

  5. Die Hauptfigur muss Aufgaben lösen und Abenteuer bestehen: Drachen besiegen, ein Rätsel lösen, einen Berg erklimmen etc.

  6. Es kann formelhafte Sprüche geben:
    Abrakadabra, Es war einmal …

  7. Das Gute siegt über das Böse

Ein Märchen nacherzählen

Tipps für das Schreiben von Märchen

So kannst du ein spannendes Märchen schreiben:

  1. Denke an die Merkmale, die Märchen erfüllen müssen.
  2. Lass den roten Faden deutlich werden. (Was ist das Kernthema?)
  3. Verwende passende und abwechslungsreiche Verben (z. B. für sagen).
  4. Benutze wörtliche Rede (Tiere und Pflanzen können im Märchen sprechen!).
  5. Benutze anschauliche Adjektive (grässlich, hässlich, winzig, schillernd).
  6. Schreibe im Präteritum (einfache Vergangenheit).
  7. Gib Gedanken und Gefühle der Figuren wider.

Ein Märchen nacherzählen

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Die Merkmale der Nacherzählung

Nacherzählungen werden geschrieben, nachdem man eine Geschichte, z. B. ein Märchen, gehört oder gelesen hat. Anschließend erzählst du die Geschichte mit deinen eigenen Worten nach.

Zu den Merkmalen von Nacherzählungen gehören:

  • Die wichtigsten Erzählschritte werden nacherzählt, Unwichtiges wird weggelassen.
  • Die Geschichte darf nicht verändert werden. Es darf also nichts ergänzt werden (z. B. Figuren, Orte).
  • Die Form bleibt erhalten: Ist das Original in der Ich-Perspektive erzählt, schreibst du auch in der Ich-Form.
  • Die Sprache ist ähnlich: Du solltest zwar eigene Formulierungen verwenden, aber in einer ähnlichen Sprache schreiben wie das Original.

  • Zeitform ist das Präteritum.

Der Aufbau der Nacherzählung

Du musst deine Nacherzählung genauso aufbauen wie die Vorlage.

Folgende Tipps helfen dir:

  • Nenne in der Einleitung Titel und Autor des Märchens.
  • Erkläre die Ausgangslage: Welche Not wird beschrieben? Welche Aufgabe ist zu erledigen?
  • Formuliere zu den einzelnen Handlungsabschnitte Überschriften und erzähle sie mit eigenen Worten nach.
  • Erzähle den Schluss.

Ein Märchen nacherzählen

Erzähle die einzelnen Handlungsschritte von der Ausgangslage bis zum Schluss in derselben Reihenfolge nach. Verwende aber eigene Formulierungen!

Ein Märchen nacherzählen

Wichtig beim Märchenschreiben sind noch starke Verben. Wenn du immer sagen (also: er sagte, sie sagte) schreibst, wird es dem Leser bald langweilig. Besser ist es, dir folgende Liste mit Verben mal anzuschauen und zu verwenden:

Verben anstatt sagen:

  • schreien
  • rufen
    Ein Märchen nacherzählen
  • stottern
  • behaupten
  • verneinen
  • zischen
  • flüstern
  • sprechen
  • fragen
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Und auch für das Verb gehen gibt es eine Liste mit Alternativen:

Verben anstatt gehen:

  • schlendern
  • laufen
  • flitzen
  • huschen
  • sausen
  • trödeln
  • rasen
  • schleichen
    Ein Märchen nacherzählen
  • schießen

Hier ein kleines Beispiel:
Als die kleine Prinzessin ganz allein am Weiher saß, schlich sich auf einmal ein kleines Männlein von hinten an sie heran und flüsterte: „Weine nicht, mein Kind. Ich werde dir helfen, deine Mutter und deinen Vater wieder zu sehen.“ Da sprang die Prinzessin hoch, flitzte zur Eiche, unter die es sein ganzes Gold für die Nacht vergaben hatte, und sauste zu dem Männlein zurück: „Wenn du mir hilfst, sollst du all mein Gold bekommen.“

So, nun viel Spaß mit den Übungen!



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