Facts about Ireland

Kennst du Irland?

Warst du schon einmal in Irland? Vielleicht hast du auch schon einmal von Dublin, der Hauptstadt von Irland, gehört?

Der Film (A short trip to Dublin) gibt dir einen kleinen Einblick:

Die grüne Insel

Steckbrief Irland

Westlich von Großbritannien liegt Irland, die zweitgrößte der britischen Inseln. Die Hauptstadt heißt Dublin. Neben Dublin gibt es zum Beispiel noch die irischen Städte Cork, Galway, Limerick, Waterford, Wexford und Sligo.

Die Republik Irland (auf Englisch: Republic of Ireland) ist Mitglied der EU, die Währung ist der Euro. Irland hat etwa 4,5 Millionen Einwohner, ungefähr eine halbe Million Menschen leben in Dublin. Ein großer Teil der Iren ist römisch-katholischen Glaubens.

Flächenmäßig ist Irland etwa so groß wie das Bundesland Bayern. Ganz Deutschland ist damit etwa fünfmal so groß wie Irland. Von Nord nach Süd der irischen Insel sind es etwa 480 Kilometer, von Ost nach West etwa 275 Kilometer.

Warum eigentlich „grüne Insel“?
Schau dir mal ein Foto der irischen Landschaft an – dann weißt du warum! Die Ursache ist das irische Wetter. Hier herrscht „gemäßigtes Hochseeklima“: Es ist oft windig und es regnet häufig. Die Winter sind mild, die Sommer eher kühl. Das Wetter kann sich zwar schnell ändern, es ist aber selten extrem heiß oder extrem kalt. Die Vegetation ist dadurch üppig und sattgrün. Die Farbe Grün ist auch in der Flagge der Republik Irland enthalten.

Facts about Ireland


Facts about Ireland Bild: iStockphoto.com (visual7)

Céad míle fáilte! *

Sprache in Irland

Die Iren sprechen hauptsächlich Englisch. Das irische Englisch hat im Vergleich zum Britischen oder Amerikanischen Englisch einige Eigenheiten in der Aussprache und im Wortschatz. Aber keine Angst: Wenn du in der Schule Englisch gelernt hast, wirst du mit dem irischen Englisch allerdings keine Probleme haben!

Amtssprache ist in Irland außerdem irisches Gälisch. Das ist eine ganz eigene Sprache keltischen Ursprungs. Sie wird vor allem in ländlichen Regionen gesprochen, ist aber auch Unterrichtsfach in der Schule. Außerdem sind viele Hinweis- und Ortsschilder zweisprachig – in Englisch und in Gälisch. Für Touristen in Irland sind aber keine gälischen Sprachkenntnisse notwendig.


* Céad míle fáilte ist irisches Gälisch und bedeutet auf Englisch „A hundred thousand welcomes“. An dieser schönen Formulierung kann man erkennen, dass die Iren oft sehr herzlich und gastfreundlich sind.

Facts about Ireland Bild: Waldeck, Winfried

Übrigens: Ebenso wie in England, Wales und Schottland herrscht in Irland Linksverkehr, die Autos fahren also für Deutsche „auf der falschen Seite“. Irische und britische Autos haben das Lenkrad auf der rechten Seite und nicht - wie bei uns - auf der linken.

Kultur in Irland

Literatur und Musik

Touristen lieben an Irland vor allem die Kultur, insbesondere die Literatur und die Musik:

Viele berühmte Dichter und Autoren kommen aus Irland, zum Beispiel William Butler Yeats, George Bernard Shaw, Samuel Beckett, Oscar Wilde, James Joyce und Bram Stoker. Bereits viermal ging der Nobelpreis für Literatur an irische Preisträger.

Auch die Musik spielt bis heute eine wichtige Rolle in der irischen Gesellschaft. Wusstest du, dass Irland bis 2014 siebenmal den ersten Platz beim Eurovision Song Contest belegt hat? Aus dem kleinen Land kommen auch einige berühmte Bands, zum Beispiel U2, The Cranberries, The Corrs, Westlife, Jedward, Boyzone – und ein Mitglied von OneDirection.

Touristen in Irland hören sich gern auch traditionelle irische Musik an, die Irish Folk genannt wird. Oft gibt es spontane Konzerte in Pubs, also in der Kneipe. Häufige Instrumente sind Geige, Flöte, Bodhrán (eine kleine Trommel) und Gesang. Weitere typisch keltische Instrumente sind auch die Harfe, die auch ein nationales Symbol ist, Dudelsack und Akkordeon.

Facts about Ireland Bild: Waldeck, Winfried

Vorurteil: Es stimmt gar nicht, dass alle Iren rote Haare haben! Nur etwa zehn Prozent der Iren sind rothaarig. Mehr Rotschöpfe – angeblich 14 Prozent – leben in Schottland.

Tourismus und Wirtschaft

Cliffs of Moher und der keltische Tiger

Typische Ziele für Touristen in Irland sind auch Naturschauplätze wie die atemberaubenden Felsklippen Cliffs of Moher, die Arran Islands im Atlantik oder die heidnische Begräbnisstätte Newgrange.

Tourismus ist für die irische Wirtschaft übrigens ein wichtiger Faktor. Traditionell ist Irland landwirtschaftlich geprägt, mit Milch-, Fleisch- und Wollwirtschaft. In den letzten Jahrzehnten haben sich viele ausländische Firmen, zum Beispiel aus der IT-Branche, in Irland niedergelassen. Zwischen etwa 1995 und 2007 kam es zu einem starken wirtschaftlichen Aufschwung, der „keltischer Tiger“ genannt wurde (Celtic Tiger). Danach war das Land stark von der europäischen Finanzkrise betroffen. Die Arbeitslosigkeit stieg wieder, viele Familien haben Schulden, insbesondere in ärmeren ländlichen Regionen.

Wer waren die Kelten?
Als Kelten werden verschiedene Volksgruppen in Europa der Eisenzeit bezeichnet. Sie besiedelten unter anderem Irland, und zwar ab etwa 600 v. Chr. Das irische Gälisch, Überreste keltischer Siedlungen sowie Geschichten und Mythen sind das Erbe der Kelten in Irland. Auf eine keltische Tradition geht übrigens vermutlich auch das Fest Halloween zurück, das ursprünglich aus Irland kommt.

Facts about Ireland Bild: fotolia.com (Colorello)

Aus- und Einwanderung

Migration aus und nach Irland

Auch früher war Irland immer wieder von großer Armut bedroht. Bis in die 1980er Jahre war Irland im EU-Vergleich ein wirtschaftlich schwach entwickeltes Land. Viele Iren wanderten aus und suchten ihr Glück woanders.

Einen traurigen Höhepunkt erreichte die Auswanderung um das Jahr 1848. Durch einen kompletten Ausfall der Kartoffelernte und begünstigt durch verschiedene politische Faktoren litt die irische Bevölkerung unter einer schlimmen Hungersnot. Von den damals etwa acht Millionen Iren verhungerte während dieser Hungersnot (bekannt als: The Great Famine) eine Million Menschen. Eine weitere Million wanderte aus, vor allem in die USA. Weltweit geben heute 80 Millionen Menschen an, irische Vorfahren zu haben.

Inzwischen gibt es aber auch Zuwanderung nach Irland, zum Beispiel aus Osteuropa. Die größte Migrantengruppe – neben Briten – sind heute Polen.

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Bild: Getty Images (Burt G. Phillips)

Der Nordirlandkonflikt

Die Republik Irland und „The Troubles“

Es herrscht heute weitgehend Einigkeit darüber, dass zur schlimmen Hungersnot auch britische Gesetze beitrugen – denn zu dieser Zeit war Irland eine britische Kolonie. Die irische Geschichte ist geprägt von Unabhängigkeitsbestrebungen: weg vom mächtigen England.

Spätestens nach dem Ende der Hungersnot wollten viele Iren einen eigenen, vom britischen Königreich unabhängigen Staat. 1921 wurde nach einem Bürgerkrieg der Vorgänger der heutigen Republik Irland gegründet. Ein Teil des Landes, die Provinz Ulster, blieb jedoch Bestandteil des Vereinigten Königreichs. Bis heute gehört dieser Teil, genannt Nordirland, mit seiner Hauptstadt Belfast, zu Großbritannien.

Zwischen 1968 und 1998 eskalierte die Gewalt zwischen Bevölkerungsgruppen der Republik Irland und Nordirland. Der The Troubles genannte Nordirlandkonflikt hatte starke Auswirkungen auf den Alltag der Menschen in Nordirland. Teilweise erreichte die Gewalt durch terroristische Anschläge auch Großbritannien und die Republik Irland. Man schätzt, dass etwa 3500 Menschen im Zusammenhang mit dem Konflikt starben, viele von ihnen Zivilisten.

Seit dem Karfreitagsabkommen von 1998 (Good Friday Agreement oder Belfast Agreement) hat sich die Situation beruhigt. Ihre Überzeugungen haben viele Menschen nicht komplett aufgegeben, doch sind die blutigen Kämpfe zwischen den paramilitärischen Gruppen beendet.

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