10.09.2016

Studie der TU-Braunschweig, Teil 1: Arbeiten mit digitalen Plattformen wie kapiert.de

TU Braunschweig evaluiert kapiert.de

Selbständiges Lernen durch den Einsatz von Online-Lernplattformen?

Studierende der Technischen Universität Braunschweig, Abteilung Kommunikations- und Medien­wissenschaften, haben das Nutzungs­verhalten Jugendlicher in digitalen Lernplattformen untersucht. Ziel der Studie war es, Lernmotivatoren und –anreize von digitalen Plattformen zu identifizieren. Unter verschiedenen Fragestellungen wollten die Studenten herausfinden, wie digitale Medien zum Lernen anregen oder ob das selbständige Lernen die Orientierung beeinträchtigt und welche Rolle die Technik beim Lernen am Computer oder Tablet spielt. Darüber hinaus sollte aufgezeigt werden, was Schülerinnen und Schüler in einem solchen System zum Lernen animiert und inwieweit sie mit kapiert.de langfristig mehr Spaß am Lernen haben, der als eine gute Voraussetzung für den Lernerfolg angesehen werden kann.

 

Im Rahmen der Studie arbeiteten Schüler von 14 bis 15 Jahren mit der Plattform

Über einen Zeitraum von zwei Wochen testeten 12 Probanden im Alter von 14 und 15 Jahren der Jahrgänge 7 bis 10 die kapiert.de Online-Lernplattform. Ihr Nutzungsverhalten dokumentierten die Teilnehmer in einem Medientagebuch. Am Ende der 2-wöchigen Testphase wurden die Jugendlichen mittels Leitfadeninterviews zu ihrem Verhalten, der Motivation und ihren Erfolgen befragt. Die Interviews werteten die Studenten mit der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring aus. Diese beinhaltet eine Unterteilung des generierten Datenmaterials in Ober- und Unterkategorien (Lernanreiz, Demotivation, Kommunikation und Lernart).

 

Digitale Medien geben viele unterschiedliche Lernanreize zur Motivation

Lernanreize liegen im Abwechslungsreichtum und zahlreichen Aufgabentypen. Von Auswahl- oder Zuordnungsaufgaben über Geometriewerkzeuge, Formeleditor bis hin zum selbständigen Schreiben offener Antworten bietet das Portal eine ganze Reihe weiterer Formate. Dadurch steigert sich der Abwechslungs- und Spaßfaktor bei Jugendlichen. Dieser wiederum wird als zentraler Lernanreiz von Schülern angesehen. Neben der Einbindung von Audio-Dateien, empfinden die Teilnehmer die Lernvideos auf kapiert.de als hilfreich. Als besonderer Lernanreiz wurde die Einbindung von Schulbüchern in die Lernplattform identifiziert. Die Nutzer blättern in einem eBook durch ihren Schülerband und können so direkt von der Buchseite aus an Themeninhalte aus dem Unterricht anknüpfen. Sie können diese üben, wiederholen und testen. Als Lernanreiz kristallisiert sich für die Teilnehmer auch das Design von kapiert.de heraus. Die Plattform ist verständlich und ansprechend gestaltet. Demotivierend wirkt es dagegen, wenn technische Probleme bei der Registrierung auftreten und bestimmte Aufgabenstellungen nicht verstanden werden.

 

Tipps und Hilfestellungen  tragen dazu bei, dass die Jugendlichen konzentrierter arbeiten

Die Studie untersucht, wie sich die Befragten mit den neuen Kommunikationswegen zurechtfinden, die ein Lernportal z.B. von traditioneller Lernhilfe unterscheiden. Der Lernmanager in kapiert.de wird als ein effizientes Tool identifiziert, um Schülern das „Lernen lernen“ zu erleichtern. Tipps und Hilfestellungen des Portals tragen dazu bei, die Jugendlichen konzentrierter auch an kniffligen Stellen lernen zu lassen und vermeintlich schwierige Aufgaben nicht vorschnell abzubrechen. In einigen Fällen waren die Hilfestellungen dennoch nicht ausreichend, um eine Aufgabe vollständig zu lösen. Es fehlte ein direkter Ansprechpartner. Um dieser Problemstellung entgegenzuwirken, könnte z.B. eine Chatfunktion oder ein Hilfeforum auf der Lernplattform integriert werden. Überall und jederzeit Lernen zu können, ist ein zusätzlicher Vorteil von kapiert.de für die Jugendlichen. So wurde der Wunsch deutlich, kapiert.de auf dem Handy gut nutzen zu können, was inzwischen schon vom Verlag umgesetzt wurde. Die Schüler können so selbst auf dem Weg zur Schule ihr Wissen auffrischen.

 

Das Interesse an Online-Lernformen ist groß, ersetzen aber nicht das analoge Lernen

Die Studie der Abteilung Kommunikations- und Medienwissenschaften der TU Braunschweig kommt zu dem Ergebnis, dass bei Jugendlichen ein Interesse am digitalen Lernen existiert. Die Online-Lernplattform kapiert.de ist dabei „als zukunftsfähig zu erachten“ (Taddicken, 2014, S.23). Schlussendlich sehen die Jugendlichen eine Kombination aus analogem und digitalem Lernen als optimal an. Es wird deutlich, dass die Lernplattform in Schulen integriert werden sollte, sodass ganze Klassen gemeinsam lernen können.

Weitere Informationen über die Online-Lernplattform kapiert.de finden Sie unter: www.kapiert.de

 


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Sylke Kilian

Sylke Kilian

Sylke ist für das Marketing bei kapiert.de zuständig. Sie hat in Braunschweig und Hannover Germanistik und BWL studiert. Vor dem Einstieg bei der Westermann Verlagsgruppe als Produktmanagerin für Digitale Medien war sie im Marketing verschiedener IT-Firmen tätig.

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