04.06.2018

Städtereisen mit Kindern und Teenies – Lissabon

Belem Tower Lissabon

Städtereisen mit Kindern und Jugendlichen? Das kann durchaus spannend werden. Lissabon hält beispielsweise einige Attraktionen für Groß und Klein bereit. kapiert.de-Autorin Alexandra von Plüskow-Kaminski war dort und hat einige Ideen für Familien im Reisegepäck mit nach Hause gebracht.

Lissabon, die Hauptstadt Portugals, wird zum immer beliebteren Reiseziel. Das bekommt man vor allem in den Sommermonaten zu spüren. Hier wimmelt es von Touristen aus dem nahem Spanien und auch aus aller Welt. In den Sommermonaten gibt es nur wenig Regen, es kann aber – beispielsweise im Juli und August sehr heiß werden. Bis zu 35 Grad Celsius zeigt das Thermometer dann tagsüber an.

Von November bis April ist es häufig regnerisch, aber mild. Die schönste Reisezeit liegt in den Oster- und Herbstferien. Die Chance, milde und sonnige Tage zu erleben, ist hier groß.

ALLGEMEINES

In Lissabon kommt man mit der englischen Sprache gut vorwärts. Auch Spanisch, Französisch und manchmal auch Deutsch werden hin und wieder gesprochen und verstanden. Und – es kommt gut an, wenn man zuvor ein paar kleine Worte Portugiesisch gelernt hat, um sich zum Beispiel zu bedanken oder aber um Personen zu begrüßen oder zu verabschieden.

Mithilfe der verschiedensten Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs ist man sehr gut mobil in Lissabon. Dazu gehören u.a. die Metro, die Busse, die Straßenbahnen bzw. Trams sowie der Schiffsverkehr. Es gibt günstige 24-Stunden-Tickets und Karten zum Aufladen. Für Touristen, die die Stadt mehrere Tage lang besuchen lohnt sich der Erwerb einer Lisboa Card.

https://www.lisboacard.org/de/

Hiermit benutzt man einen Großteil der öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei und erhält kostenfreie bzw. vergünstigten Eintritt zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Museen und Anbietern.

 

LISBOA – EIN ÜBERBLICK

Es lohnt sich, den Stadtbesuch in Lissabon am Praca do Comercio zu beginnen. Hier befindet sich die Touristeninformation, wo man beispielsweise die Lisboa Card erhält. Direkt am Strand desTejo hat man vom ehemaligen Marktplatz einen wundervollen Blick auf das Monument Christo Rei, die berühmte Christusstatue, die in ähnlicher Form auch in Rio de Janeiro zu sehen ist und auf die Brücke Ponte 25 de Abril. Mit der Straßenbahn Tram 28 fährt man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ab.

Monument Christo Rei Lissabon

Auch mit einer Hop-on-hop-off Bustour von Yellow Bus erhält man einen guten Überblick über die Stadt. Eine neunzigminütige Fährtour auf dem Tejo ermöglicht den Blick vom Wasser auf eben diese Sehenswürdigkeiten.

Zu den obligatorischen Attraktionen, die man unternehmen sollte, gehört eine Fahrt mit dem Fahrstuhl Elevator de Santa Justa. Allerdings muss man sich hier auf längere Warteschlangen einstellen.

Im historischen Stadtteil Alfama sind auch – vor allem im Sommer – zahlreiche Touristen unterwegs. Allerdings gelingt es an manchen Stellen, sich fernab des Trubels zu halten. Die Burg Castelo birgt einige Aussichtspunkte, sodass sich ein Ausflug hierhin lohnt.

Spaß für Groß und Klein unserer Städtereise bringt der Markt der Diebe – Feira da Ladra – mit sich. Hier findet man Herkömmliches und Kurioses. Dienstags und samstags kann man gemeinsam über den großen Flohmarkt, der am Campo de Santa Clara gelegen ist, schlendern.

 

EINE AUSFLUG NACH BELÉM

Man fährt entweder mit einem Bus oder mit der Straßenbahn nach Belém hinaus. Dort gibt es das Wahrzeichen Lissabons, den Torre de Belém. Auch ein Besuch im Kloster Mosteiro dos Jerónimos ist lohnenswert. Mit Kindern ist ein Ausflug in den kleinen botanischen Garten empfehlenswert (Jardim Botanico Tropical). Hier kann man die Seele baumeln lassen und die typischen kleinen Köstlichkeiten, die mit Creme gefüllten Blätterteig-Teilchen (pastéis de nata), genießen.

Lissabon ist auf jeden Fall eine Reise wert – hier kommen alle Familienmitglieder auf ihre Kosten. Es lohnt sich, sich einfach auf Schusters Rappen auf den Weg zu machen – ohne ein konkretes Ziel. So gelangt man wie aus dem Nichts an Orte, die malerischer nicht sein könnten. Essbares und Getränke sind nahezu überall zu erwerben, sodass der Proviant-Rucksack nicht allzu schwer sein muss. Drei Geheim-Tipps haben uns auf unserer Städtereise allerdings besonders gut gefallen:

  • Zu Lande und zu Wasser – mit dem Amphibienbus geht es auf eine außergewöhnliche Stadtrundfahrt, die zunächst auf dem Land beginnt. Zum Abschluss begibt sich der Bus ins Wasser und legt einen Teil der Strecke quasi als kleines Boot zurück. Die Tour findet auf Englisch und Portugiesisch statt. www.hippotrip.com/en/
  • Tuk-Tuk-Tour: Wir haben eine Tuk-Tuk-Tour durch die Stadt gemacht. Ein erfahrener Stadtführer bzw. eine Stadtführerin begleitet und fährt durch die Stadt. Diese Touren können in verschiedenen Sprachen gebucht werden. (etwa: Tejo Tourism)
  • Und – unsere Rettung nach einem langen Rundgang durch die Altstadt Lissabons: Die Eisdiele Gelato Therapy. Hier gibt es wunderbares, handgemachtes Eis. Und: Ja, es ging uns danach besser! Gelato Therapy, Rua de Madalena 83, Lissabon

 

Bildquelle: Pixabay


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Alexandra von Plüskow -Kaminski

Alexandra von Plüskow -Kaminski

Alexandra von Plüskow - Kaminski ist Lehrerin. Derzeit arbeitet sie in Abordnung des Landes Niedersachsen als Bildungskoordinatorin der Bildungslandschaft Heidekreis und als Beraterin für Sprachbildung und Interkulturelle Bildung im Sprachbildungszentrum Lüneburg der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Sie war mehrere Jahre in der Lehrkräfte-Ausbildung an den Universitäten Koblenz-Landau und Leuphana Lüneburg tätig und verfasst als freie Fachjournalistin Texte zu pädagogischen Themen für verschiedene Magazine und Verlage.

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