03.03.2016

Verschiedene Lerntypen und weshalb es sich lohnt, darüber Bescheid zu wissen

Lerntypentest von kapiert.de

Die Abstimmung der Lernmethoden auf den individuellen Lerntypen kann die Effektivität des Lernens beachtlich steigern. Dies basiert auf der Annahme, dass die Sinnesorgane je nach Individuum verschieden stark ausgeprägt sind. Der Lernstoff wird über die Sinnesorgane aufgenommen und an das Gehirn weitergegeben. Dort wird er verarbeitet und abgespeichert. Durch Wiederholungen wandert er ins Langezeitgedächtnis.

Fokussieren wir uns auf das Beispiel Prozentrechnung. Es gibt Schüler, die dieses Thema am besten anhand einer mündlichen Erklärung durch den Lehrer verstehen können. Andere müssen sich dagegen mit ihren Mitschülern zusammensetzen und die Rechenschritte Schritt für Schritt gemeinsam durchsprechen, bis es Klick macht.

Um die eigenen Lernmethoden zu optimieren, muss sich der Schüler also ins Bewusstsein rufen, welchem Lerntypus er entspricht und welche Übungsmethoden ihm leicht fallen und welche nicht.

Klassischerweise wird nach vier verschiedenen Lerntypen unterschieden:

Der auditive Lerntyp lernt über das Ohr. Es fällt ihm besonders leicht, Informationen durch Hören aufzunehmen. Will er also Prozentrechnung – um beim Eingangsbeispiel zu bleiben – verstehen, so ist dies für ihn mithilfe von mündlichen Erklärungen am einfachsten, da er beim Lesen schneller den Faden verliert und gedanklich abschweift.

Lerntypen Prozentrechnen

Dem visuellen Lerntypen helfen anschauliche Abbildungen um sich Inhalte einzuprägen.

Der visuelle Lerntyp tut sich mit mündlichen Erklärungen dagegen eher schwer und braucht stets ein Schaubild oder ähnliches, das er sich vor Augen führen kann. Durch das Fokussieren seiner Augen, kann er sich auf ein Thema konzentrieren und die Inhalte besser aufnehmen. So ist es für ihn am effektivsten, sich Prozentrechnung über das Aufschreiben der Rechenschritte oder über passende Abbildungen einzuprägen.

Einzelne Kompetenzen durch praktische Anwendungen wie Rollenspiele oder Experimente zu verinnerlichen, fällt dem motorischen Lerntypen am leichtesten. Er verfährt ganz nach dem Prinzip „learning by doing“ und lernt besser, wenn er in Bewegung ist. Dementsprechend ist es für ihn am passendsten, Themen wie Prozentrechnung mit Hilfe von anschaulichen Materialen oder beim Auf- und Abgehen im Raum zu lernen.

Für den kommunikativen Lerntyp ist die Kommunikation mit anderen von zentraler Bedeutung für den Lernerfolg. Er braucht Lerngruppen, in denen er sich intensiv über die zu lernenden Inhalte austauschen kann. Das Verständnis für Prozentrechnung setzt bei ihm also am schnellsten ein, wenn er selbst darüber spricht, die Rechenschritte erklärt oder sie sich gemeinsam mit anderen erarbeitet.

Es ist allerdings wichtig, zu betonen, dass es sich bei der Kategorisierung der Lerntypen lediglich um das Festlegen einer bestimmten Richtung handelt. Tendiert man also beispielsweise dazu, ein eher visueller Lerntyp zu sein, so bedeutet das lediglich, dass es einem leichter fällt, Inhalte über das Auge aufzunehmen. Grundsätzlich gilt aber, dass Schüler trotz individueller Präferenzen beim Lernen mehrere Sinnesorgane einsetzen sollten, um besonders effiziente Lernergebnisse zu erzielen. Auf diese Weise werden verschiedene Aufmerksamkeitsfelder bedient und das semantische Netzwerk im Gehirn wird gestärkt und verdichtet. Die Inhalte sind dann nachhaltiger verankert und können leichter abgerufen werden.

Um herauszufinden, welcher Lerntyp man ist, haben Schüler die Möglichkeit einen Lerntypentest zu machen. Auch wir von kapiert.de haben einen Lerntypentest entwickelt, der Schülern nicht nur Aufschluss über ihr eigenes Lernverhalten gibt, sondern auch noch Spaß bereitet. Außerdem haben wir zu jedem Lerntypen Lerntipps und passende Lernmethoden gesammelt, die den Schülern helfen können in Zukunft noch effektiver zu Lernen. Unseren Lerntypentest findest du unter https://www.kapiert.de/lerntypentest/.


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Isabell Zipperle

Isabell Zipperle

Isabell unterstützt das kapiert.de Team auf Messen und bei Veranstaltungen. Das Studium der BWL mit Vertiefungsrichtung Marketing und Medien an der Universität Hamburg beendet sie im Sommer. Ihr besonderes Interesse gilt der Welt der digitalen Medien, worin sie sich auch durchaus eine berufliche Laufbahn vorstellen kann.

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