29.05.2018

Digital lehren und lernen mit kapiert.de – ein Erfahrungsbericht

kapiert.de Englischbuch auf dem Smartboard

Seit letztem Sommer steht das Onlineportal kapiert.de nun in der Vollversion Lehrern und Lehrerinnen als digitale Unterrichtsunterstützung zur Verfügung. Hier nun die ersten Eindrücke, die ich nach einem halben Jahr mit kapiert.de gesammelt habe.

Gerade im Zeitalter des digitalen Klassenzimmers ist kapiert.de für die Schüler und Schülerinnen eine echte Chance. Das System ist klar strukturiert – trotzdem braucht es schon ein wenig Einarbeitungszeit, um alle Features optimal nutzen zu können. Differenzierungsmaßnahmen sind integriert, sogar Klassenarbeiten können mit dem Lernmanager vorbereitet werden.

 

Vorbereitung

kapiert.de für die Schule setze ich seit Beginn dieses Schuljahres in einer 5. Klasse im Englischunterricht ein. Die Vorbereitungszeit war teilweise – wie oben schon genannt – etwas zeitaufwendig. Das heißt kontrekt: ich musste die Struktur des Lernmanagers kennenlernen, Klassen anlegen, Differenzierungsgrad festlegen, Passwörter verteilen, Aufgaben zuteilen und zu Guter Letzt die erste Stunden im Computerraum gut vorbereiten.

Die zweite Stunde habe ich beispielsweise nicht sonderlich strukturiert vorbereitet und das hat sich sofort gerächt. Gerade am Anfang ist es wichtig, den SuS eindeutige Arbeitsanweisungen zu erteilen. Da das Lernportal ja noch vollkommen unbekannt ist und einige SuS mit dem Eingeben von Passwörtern oder dem Finden der zugeordneten Aufgaben, etc. überfordert sind. So ist es ratsam, den SuS genügend Zeit zuzusprechen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Je nachdem, wie gut eure Schule digital ausgestattet ist, müsst ihr natürlich eigene Erfahrungen sammeln. Dennoch ist es auf jeden Fall empfehlenswert, kapiert.de in den ersten Stunden im Unterricht zu begleiten. Ab einer gewissen Routine können die SuS dann von zu Hause oder am Nachmittag in der Schule an den PCs eigenständig arbeiten. Und das klappt (erstaunlicherweise) sehr gut!

 

Stolpersteine aus dem Weg räumen

Aber zurück zur Stundenvorbereitung: Es lohnt sich anfangs, die zugeordneten Aufgaben vorher gut durchzusehen, um Stolpersteine für die eigenen SuS schon aufspüren zu können. Das habe ich vor allem bei Aufgaben mit Audiospuren bemerkt. Bei großen Leistungsunterschieden innerhalb der Klasse lohnt es sich, die SuS Kopfhörer von zu Hause mitbringen zu lassen. Für leistungshomogene Klassen können die Audiospuren auch am Anfang zentral über das Smartboard abgespielt werden. Sobald die ersten Hürden erfolgreich genommen wurden und die Klasse Sicherheit mit dem Umgang von kapiert.de gewonnen hat, läuft der Unterricht im Computerraum fast wie von selbst. Der Aufforderungscharakter ist durch die interaktiven Aufgaben für alle SuS so hoch, dass die Stunden häufig wie im Flug vergehen. Anfangs habe ich einmal in der Wochen eine Computerraumstunde eingeführt und die Klasse hat sich jedes Mal darauf gefreut. Nach den ersten zwei Monaten reicht es meiner Meinung nach vollkommen aus, alle vier Wochen eine Stunde mit kapiert.de einzustreuen.

 

Lernprozesse überprüfen

Natürlich ist es von Vorteil, die Lernprozesse der einzelnen SuS genauestens überprüfen zu können. Im Lernmanager werden die Punktzahlen und die Bearbeitungszeiten für die einzelnen Aufgaben genauestens erfasst. Ob ihr anhand dessen Zensuren verteilen möchte, bleibt euch selbst überlassen. Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich der Klasse die Möglichkeit geben möchte, mit dem Onlineportal ungezwungen lernen zu können. Allerdings ist es auch für mich hilfreich, zu erfahren, wie intensiv die SuS kapiert.de zu Hause nutzen. Notfalls kann dann bei „bequemen“ SuS nachgesteuert werden.

Der Preis ist okay, aber man sollte sich schon entscheiden, ob man ein Arbeitsheft nutzen möchte, digital mit dem Portal arbeitet oder eben beides parallel nutzt. Preislich ist kaum ein Unterschied zwischen einem Workbook und der Lizenz pro SuS für ein Jahr. Für den Englischunterricht habe ich mich für beides entschieden und bin sehr froh über die vielen Möglichkeiten, Unterricht und Hausaufgaben gestalten zu können.

Gutes Arbeiten!

 

 

Bildquelle: fotolia.com


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Lukas L.

Kommentare

Ich finde es eine super Sache, wenn man auch Englisch online lernen kann, da kann man auch als Elternteil immer mal wieder reinschauen, was gerade so läuft und ein bisschen mitlernen.

 
    

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